2. Haus in der vedischen Astrologie
Das bhava 2, Dhana, ist mehr als Geld: Besitz, Nahrung, Familie, Sprache; sein Herrscher ist neutral, das Haus zählt aber zu sechs als übel geltenden.
Dhana, der Reichtum: So heißt das bhava 2. Beschränke dich nicht auf dieses Wort. Hier sammelt sich natürlich dein Besitz, aber auch Getreide und Nahrung, Verwandtschaft, Metalle und Steine. Es heißt auch Sva und steht für den Haushalt. Dazu kommen die Sprache, auch das Aussprechen der Wahrheit, und das Sehen.
Es ist ein Folgehaus, das heißt, es liegt unmittelbar nach einem Kendra. Guru ist sein Signifikator für Familie und Finanzen. Du betrachtest es vom Lagna aus, dem aufgehenden Zeichen, aber auch von Chandra aus.
Sein Herrscher nimmt eine besondere Stellung ein. Der des 2. Hauses ist, wie die Herrscher des 8. und 12., von sich aus weder wohltätig noch übeltätig und färbt sich nach seinem Partner. Trotzdem steht das bhava 2 in einer Reihe von sechs Häusern, die als übel gelten. Beide Seiten bestehen nebeneinander.
Stell dir den Familientisch vor: was man dort genießt und was man dort anvertraut.
Die Achse des 2. Hauses
Zweideutige Rede und weiches Herz bei ein und demselben Menschen: Diese Züge mischen sich gern bei Rahu im zweiten Haus, dem Bhava 2. Dazu kommen ein rascher Zorn und trotzdem Glück. In einer strengeren Lesart bleibt von dem Platz nur ein streitlustiges Gemüt. Eine Formulierung, damit sich niemand verletzt fühlt, dann plötzlich ein lauterer Ton: Alles entscheidet sich in wenigen Sekunden.
Ketu, der zweite Mondknoten, steht gegenüber im achten Haus, dem Bhava 8. Dieser Platz bringt Auseinandersetzungen, in die du hineingerätst, liebe Freunde, die sich lösen, und Enttäuschungen bei dem, was du unternimmst.
Die Knoten werden einer nach dem anderen gelesen. Ein Schlüssel zum Verständnis: Rahu verhält sich wie Saturn, Ketu wie Mars.